Elena Kaschube besuchte von 2003-2005 die bayerische Musikakademie in Hammelburg. Dort absolvierte Elena die Prüfung zur staatlich anerkannten Kinder-und Jugendchorleiterin. Seit 2009 leitet Elena die Kinderchöre des Sängerkreises Dieburg alle zwei Jahre auf der Kinderchorfreizeit. Zudem arbeitet Elena als Erzieherin in der Ev. Kindertagesstätte in Schaafheim.
Elenas Interview: Was macht deiner Meinung nach gute Musik aus? Gute Musik löst Gefühle oder Erinnerungen aus. Musik berührt uns Menschen und wirkt in uns. Die Musikrichtung ist dabei nicht ausschlaggebend.
Gibt es für dich persönlich eine Lieblingsmusik? Ich habe keine Lieblingsmusik und bin auch nicht festgelegt.
Wie und wann bist du zur Musik gekommen? Ich glaube es begann schon im Mutterleib ;-) Meine Mutter sang schon immer in einem Chor, auch als sie mit mir schwanger war. Mit drei Jahren meldeten mich meine Eltern zur musikalischen Früherziehung an. Mein erstes Instrument, die Flöte, erlernte ich mit fünfeinhalb Jahren und mit sechs Jahren kam das Klavier hinzu. Als ich acht Jahre alt war, habe ich angefangen in Schaafheim im Kinderchor zu singen, den ich heute selbst leite. Mit 13 Jahren beschloss ich das Gitarre spielen zu lernen. Im Jahr 2003 habe ich die Aufnahmeprüfung an der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg bestanden und begann dort, parallel zu meinem Realschulabschluss, die Ausbildung zur staatlich anerkannten Kinder- und Jugendchorleiterin und schloss diese dort auch ab. Ich glaube, ich habe noch nie eine Woche ohne musizieren verbracht.
Was reizt dich an der Arbeit mit den RedLines ? Ich erlebe gerne ein Miteinander mit anderen Menschen. Insbesondere die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für mich interessant und stellt eine tolle Herausforderung dar. Jugendliche sind gerade dabei sich selbst zu finden. Man erlebt bei dem gemeinsamen Tun ein Miteinander in dem es zu vielen Erfahrungen kommt und Vertrauen entsteht. Mir ist es wichtig, dass Jugendliche sich mit einem Projekt oder einem Lied identifizieren, sich einbringen können und die Entwicklung bewusst wahrnehmen. Desweiteren können sie ihre Selbstwirksamkeit erfahren und etwas auf ihren Lebensweg mitnehmen, einfach etwas auf das sie stolz sein können. Als ich bei den RedLines zum ersten Probedirigat vorbeischaute, habe ich einen „lebendigen Haufen“ vorgefunden. Jugendliche die neugierig und engagiert sind. Ich hatte gleich ein positives Gefühl und einen „guten Draht“.
Was sind deine Ziele mit den RedLines? Zunächst arbeiten wir auf das gemeinsame Weihnachtskonzert im November hin. Es ist klar, dass wir uns erst aneinander „gewöhnen“ müssen. Doch es zeigt sich schon nach den ersten Proben, dass wir auf einem guten Weg sind. Im April steht das nächste Konzert auf dem Programm. Die RedLines haben sich das Musical „The Lion King“ gewünscht und schon ganz viele Ideen gesammelt. Auf längere Sicht ist es mein Ziel, den Jugendlichen bei den RedLines ein Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln und sie gesanglich auf das spätere Singen bei den BlueNotes vorzubereiten.
Was wünscht du dir vom Chor? Ich wünsche mir Offenheit, Engagement und Ausdauer von meinen Kids ;-). Manche Lieder brauchen einfach mehr Wiederholungen und eine intensivere Bearbeitung als andere, bis sie so sind, wie ich es mir als Chorleiterin wünsche und die Kids damit zufrieden sein können. Das bedarf aber auch gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz bei den Jugendlichen untereinander. Und vor allem wünsche ich mir, dass wir während der gemeinsamen Arbeit ganz viel Spaß miteinander haben!